Drehtagebuch Nightmare

Kurz vor Start des neuen Schuljahres haben wir es wieder einmal nicht mehr ausgehalten und in den Sommerferien noch schnell zwei Filme abgedreht. Der Erste der beiden: Nightmare. Drei Locations benötigten wir dafür, drei Drehtage und 12 junge Filmemacher. Unser neuer Kamerakran kam erstmals zum Einsatz und unser neues Tamron-Objektiv. Kamera, Drehbuch, Regie und Schnitt: Diesmal machen die Jugendlichen alles selbst. Erwachsene organisieren, fahren, catern, ermuntern, trösten und machen sauber.

Nightmare

Freitag, 5.9. Frauenaurach

Dreharbeiten Nightmare

Der letzte Drehtag ist nun sagenhafte 134 Tage her, wir sind etwas aus der Übung und starten also geruhsam in die neue Saison. Nur acht Filmemacher sind am ersten Tag dabei. Der Drehort wird uns erstmals von Familie Decher zur Verfügung gestellt.
Wie filmt man eine Nachtszene? Dunkel? Dann sieht man nichts. Wir experimentieren. Weiches, blaues Licht unserer LED-Scheinwerfer sieht ganz gut aus. Zu hell? Dann schauen wir mal auf den Monitor, dort sieht’s gut aus. Der Hintergrund ist zu dunkel. Wir hellen etwas auf mit einem weiteren, etwas abgeblendeten Scheinwerfer. Blau oder weiß? Die Kameraleute entscheiden sich wieder für blau. Nun noch etwas an der Kamera mit Kontrast und Weißabgleich spielen und alle sind zufrieden.
Wir haben uns wenig Programm vorgenommen, der Tag ist sehr gechillt. Wir starten mit einem gemütlichen Arbeitsfrühstück, und auch bei der Tagesszene haben wir viel Zeit uns um das Licht zu kümmern. Die neuen Leuchtstoffröhren lassen sich prima mit Sonnenlicht mischen, wir müssen also nicht abdunkeln. Das große Licht als Führung von vorn, ein kleineres als Aufhellung von der Seite. Als Spitzlicht auf die Haare der Darsteller nutzen wir die Sonne und modellieren sie mit den Vorhängen am Fenster. Das Ergebnis wirkt eigentlich viel zu hübsch für diese gruselige Szene, aber egal. Beleuchten beim Film ist eine super spannende Aufgabe. Wir sollten uns in Zukunft mehr Zeit dafür nehmen.
Kurz nach dem Mittag (Gemüsepuffer!) sind wir fertig. Kurzerhand machen wir auch gleich noch ein paar Außenaufnahmen. Heute ist es ruhig. Niemand stört uns. Ein entspannter Tag. So kann es weiter gehen.
— Sophie und Sören —

Samstag, 6.9. Obermichelbach

Dreharbeiten Nightmare: In der Kantine

Heute, am zweiten Drehtag von Nightmare, durften wir bei Familie Hayward in Obermichelbach drehen. Dort gibt es von Cafeteria bis zu Cocktailbar jede Menge coole Drehorte. Angefangen haben wir in der Cafeteria. Und ich muss sagen am Anfang lief es echt zäh und ich dachte schon, dass wir es niemals an einem Tag schaffen würden, alle Szenen fertigzudrehen. Außerdem wusste ich oft nicht was ich zu den Schauspielern sagen sollte, es war schließlich so ziemlich mein erstes Mal als Regisseurin. Zum Glück kommen immer von überall hilfreiche Ideen. Dann kam die zweite Szene und ich war wirklich begeistert wie toll Garrys „Partyscheinwerfer“ auf dem Kameradisplay wirken. Auch alle zum Tanzen zu bringen war leichter, als ich gedacht hatte. Am Ende des Tages war ich mir dann sicher: Das gerade war eine meiner Lieblingsszenen überhaupt 😀
— Tanja —

Die Kantinen-Szene am Anfang haben wir bestimmt zwanzig mal oder so gedreht, aber es hat trotzdem sehr viel spaß gemacht! 😉 Für die Barkeeper-Szene hat Annett echt leckere Cocktails gemacht, und die Bar sah auch so bezauberd aus, unglaublich!!! Und dann haben wir die letzte und coolste Szene gedreht: Die Party-Tanz-Szene, die war der Hamma 🙂 Hat voll Spass gemacht. Und fast alle haben mitgemacht! Der Tag war echt unvergessbar voll schön!!!
— Kim —

Sonntag, 7.9. Erlangen

Dreharbeiten Nightmare: Flashbacks

Heute treffen wir uns im Rittersporn. Alle sind da, die Aufgaben sind verteilt. Nun muss jeder seine Technik checken: Akkus alle da? Speicherkarten in Kamera und Tongerät? Stative und Licht dabei. Lilly passt die Steadycam-Weste gleich noch an und tariert die Kamera aus. Yvonne ist heute wieder mit da und hält Plätze im Partyauto frei. Crew und Schauspieler werden erst in die Autos und dann in die Reuth verfrachtet. Dort schleppt dann jeder sein Equipment zu „unserer“ Hütte. Auch die Darsteller haben die Hände und Rücken bepackt, irgendwie müssen ja die Kekse und Getränke in den Wald kommen. Eine bleibt im Rittersporn, für alle Fälle, es ist ja schon genug Material da, um einen Rohschnitt und das MakingOf zu bearbeiten. Dann können die neuen Aufnahmen nachher schnell eingefügt und gesichtet werden.
Es ist nicht einfach, trotz der vielen Bäume im Bild schummeln sich immer wieder Radfahrer und Jogger in die Aufnahmen. Also wird gleich noch eine Aufnahme gemacht – zur Sicherheit. Für die Aufnahme in der Hütte brauchen wir doch noch die Scheinwerfer. Yvonne führt die Schauspieler behutsam in die passende Stimmung und feilt mit ihnen zusammen am richtigen Ausdruck. Will Klara mit dem großen Fleischermesser einen Baum fällen oder Pilze filetieren?
Noch eine Szene ist offen. Im Keller wird es lustig, es wird gefeiert, gejubelt mit artistischen Einlagen.
Unseren Reservedrehtag werden wir nicht mehr brauchen. Aber in vier Tagen geht es weiter – dann kommen die Zugvögel dran.
— Annett —

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