Tagebuch Dreharbeiten – Voll Verknallt 4

Voll Verknallt – schon wieder!

Auf die Frage des Moderators bei der Kifinale in Ingolstadt, ob es eine Fortsetzung von Voll Verknallt 3 geben soll, hallte ein lautes „ja“ durch den gefüllten Kinosaal. Dem konnten wir uns natürlich nicht verschließen, und machten uns im September an die Arbeit: Voll Verknallt 4.

3.9. Techniktag und Probeaufnahmen

Crew Training Voll Verknallt 4
Probedreh Szene 1

Unserem alten Thema bleiben wir treu, aber die Mannschaft muss aus Altersgründen ausgetauscht werden. Auch unsere Kamera- und Tonleute sind also neu, und daher legen wir eine Woche vor den eigentlichen Dreharbeiten einen Tag Kameratraining und Probeaufnahmen ein. Die neue Crew wird in die Bedienung der Kameras und der Tongeräte und in unsere Abläufe eingewiesen. Anschließend können wir einige Szenen zur Probe aufnehmen. Wieder einmal merken wir, wie entspannt und trotzdem wertvoll so ein Probe-Drehtag ist. Und wieder einmal nehmen wir uns vor, so etwas in Zukunft häufiger zu machen.

Eine wichtige Frage war an diesem Tag ebenfalls zu beantworten: Verwenden wir für diesen Film unsere neue Sony AX33, oder muten wir der jungen Crew die anspruchsvolleren Canon EOS zu? Nach ein paar Stunden ist die Antwort klar: Unsere neuen Kamera-Leute kommen mit den EOS prima zurecht. Wir können uns also wieder auf schöne Bilder freuen.

10.9. Schule im Röthelheimtreff

Lateinstunde
Kampf mit der Jalousie – Lateinstunde

Für den Samstag hatten wir uns wieder den Röthelheimtreff gemietet. Wir brauchen ja wieder einen passenden Ort für die Schulszenen. Drei Räume stehen uns zur Verfügung. Einer wird zum Klassenzimmer umgestaltet. Der Zweite dient uns als Aufenthalts- und Pausenraum. Und einen kleinen Raum nutzen wir zum Text-Üben für die Schauspieler. Außerdem steht uns das große Außengelände zur Verfügung für alle, die überschüssige Energie loswerden müssen.

Ab 8:00 wird die Ausrüstung ins Haus geschafft und die Räume vorbereitet. Kurz vor 9:00 treffen die Filmemacher ein. Nach einem kurzen Rundgang durch’s Haus geht es sofort los.

Drei Szenen sind zu drehen: Einen Pausenszene im Klassenzimmer, eine Pausenszene im Treppenhaus und eine Lateinstunde. Wir starten gut in den Tag und kommen mit der ersten Szene schnell voran. Das liegt wohl auch daran, dass wir sie am Techniktag schon geprobt hatten.

Die Crew bei der Arbeit
Die Crew bei der Arbeit

Für die Pausen steht uns heute leider nicht die große Küche zur Verfügung. Die übliche Mittags-Suppe muss also ausfallen. Aber unser Küchenteam zaubert stattdessen leckere Sandwiches, so dass trotzdem alle satt werden.

Nach der Mittagspause dauert dann doch alles etwas länger als geplant. So schaffen wir es nicht fertig zu werden, bevor uns die Sonne aus Westen ins Klassenzimmer scheint. Daher muss unsere Technik-Crew am Ende des Tages harte Kämpfe mit dem Licht und den Jalousien ausfechten. Wir können aber schließlich doch alle Probleme lösen und werden am Abend rechtzeitig mit allen Szenen fertig. Zum Glück, denn ein Nachdreh wäre schwierig geworden.

11.9. Bei Aurela zuhause

Auf dem Weg ins Kino
Auf dem Weg ins Kino – Das Ende

Am Sonntag lassen wir es etwas gemütlicher angehen und treffen uns erst um 10:00. Als erstes muss die Straßenszene in den Kasten. Denn wenn erst einmal alle Nachbarn wach sind und die Straßen bevölkern, werden wir kaum noch eine freie Straße für uns finden. Wir beeilen uns und werden gerade noch rechtzeitig fertig, bevor aus allen Ecken Autos, Fahrräder, Fußgänger und spielende Kinder auf die Straße stürmen.

Danach geht wieder gemütlich zu. Szene 1 in Aurelas Zimmer hatten wir schon geprobt, und wir können uns Zeit lassen. In den folgenden Szenen ist nur Aurela zu sehen, so können sich die meisten Darsteller eine Pause gönnen oder bei der Technik helfen. Zwischendurch gibt es heute wieder Tischtennis.

Am Abend dann noch eine echte Herausforderung. Eine Außenaufnahme im Garten. Aus allen Richtungen stürzt Kindergeschrei auf uns ein. Denn schließlich ist heute der vorletzte Ferientag, und man spürt, dass es einer der letzten schönen Sommertage des Jahres wird. Die Crew und die Darsteller werden müde, kleinere Fehler schleichen sich ein, und wir müssen oft wiederholen.

Die Crew bei der Arbeit
Wie war das noch mit der Blende?

Alle sind froh, als dann schließlich doch die letzte Klappe gefallen ist und feststeht, dass wir unseren Reserve-Termin für den Nachdreh nicht brauchen. Ausgiebiges Abendessen, und sofort stürzen alle wieder zum Tischtennis. Es wird noch lange gespielt, und auch abholende Eltern reihen sich in den Rundlauf ein.

Als schließlich alle Filmemacher den Weg nach Hause gefunden haben, alle Technik wieder verstaut bzw. abtransportiert worden ist (vielen Dank an Torsten !! ), beginnt die Postproduction. Unsere Cutter müssen sich beeilen, immerhin ist in nicht einmal einer Woche Einsendeschluss für das KiFiFe.

Vielen Dank an alle Beteiligten für diese drei erlebnisreichen Tage! Wir freuen uns auf Voll Verknallt 5.

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