Traumtänzer Drehtagebuch

Unsere Bis-13-Jährigen haben einen Film für den diesjährigen Mo & Friese Wettbewerb in Hamburg gedreht. Ein kurzer Rückblick auf die Dreharbeiten aus Sicht unserer Filmemacher.

Sonntag, 26.1.2014

Erster Tag - Brainstorming

„Leute! Hat jetzt irgendjemand noch eine Idee?!“
„Ja! Wie wär’s denn, wenn die Kinder dann in so ein Zimmer kommen und…“
„Nee! Die können doch erstmal nicht wissen was sie mit dem Buch machen sollen und dann…“
„Mir ist gerade ein lustiger Name eingefallen! Wollt ihr den mal hören?“
„Also ich persönlich find’s lustiger, wenn die auf einmal verschwinden, ihr wisst schon: während die Kinder tanzen!“
„Stopp! Wir sammeln die Ideen jetzt einfach mal. Schreibt jemand mit?“ Jemand nickt und zückt den Stift: „Also. Ich höre.“
1 Stunde später kommen wir aus dem Keller nach oben getrottet. Wir bedienen uns ausgiebig an den vielen Snacks und Leckereien. Schließlich sitzen wir müde auf dem Sofa.
„Geschafft! Endlich eine gute Geschichte zum drehen“, denke ich mir und kaue zufrieden auf einer Erdnuss herum, „jetzt muss ich nur noch auf den Dreh warten…“
— Caro

Sonntag, 9.2.2014

Erste Probeaufnahmen

Es war ein ganz normaler Sonntagmorgen, die Sonne war zwar leicht hinter den Wolken versteckt, doch es war in den frühen Stunden eines Sonntags nichts Spannendes los. Außer im Ritterspornweg, wo plötzlich einige Autos vorfuhren. Viele Kinder (hauptsächlich Mädchen 😎 ) stiegen aus. In ihren Gesichtern konnte man neben ein wenig Müdigkeit schon die Vorfreude auf den kommenden Tag sehen.
Auch ich war eines dieser Kinder. Ich hatte bei unserem letzten „Traumtänzer-Treffen“, bei dem die ganze Geschichte erst entstanden war, die Aufgabe der Drehbuchautorin erhalten. Das heißt, ich sollte die Texte der Schauspieler festlegen und- wenn möglich- auch schon ein paar Kameraeinstellungen.
Ich hatte in den letzten Tagen viel am Drehbuch gearbeitet und gefeilt, nun würden ihn die Schauspieler zum Ersten Mal zu Gesicht bekommen. Ich war sehr auf ihre Meinungen gespannt.
Nach ein paar kurzen, einleitenden Worten eines erwachsenen Betreuers, begann auch schon die Arbeit:
„O.K.“, sagte ich, „Ich würde sagen als erstes überlegen wir, wann wir welche Szenen drehen und wo“.
Und so überlegten wir kurz und gingen dann auch schon zügig an die Arbeit, denn wenn wir lange mit Diskutieren brauchten, hätten wir weniger Zeit fürs drehen und Ausprobieren gehabt. Ich und ein Junge aus unserer Gruppe überlegten, wo die Kamera in welcher Szene hinsollte, während die Schauspieler ihre Texte durchgingen und das Kamera-Mädchen in ihren Job eingewiesen wurde.
Als alles bereit war durfte ich im Kellerraum, wo wir die 1. Szene drehten, rufen:
„Alle bereit? Es geht los!“
Der Ton und die Kamera gingen an, die Klappe fiel und die Szene lief. Als wir die 1. Drei Szenen „Im Kasten “ hatten machten wir Oben im Wohnzimmer eine Pause mit Krapfen, Keksen und allerlei Snacks, sehr lecker! 🙂
Nach der Pause drehten wir die Traumszenen, die sehr lustig waren. Vor allem „Papas (alb) Traum“ ! Denn es war wirklich richtig lustig, als die Kinder schreiend und nach Luft ringend aus dem Zimmer gestürmt kamen! 😉
Während wir die letzten paar Szenen drehten, schnitt unsere Cutterin schon die Ergebnisse der 1. Hälfte zusammen und als wir fertig waren auch die Zweite!
Es war echt cool, als wir nach noch einer Pause das Ergebnis unserer Mühen auf einer großen Leinwand im Keller betrachten konnten, es war wirklich gut geworden! Der Probedreh hat echt Spaß gemacht, und Traumtänzer wird ein super cooler Film!!! 🙂
— Sera

Sonntag, 23.2.2014

Die Dreharbeiten

„Kamera läuft.“
„Ton läuft.“
„Szene 1, Einstellung 1, Versuch 1.“
Klapp.
Heute ist der Drehtag. Ich sitze still neben der Kamera und halte den Block ganz fest. Da muss ich draufschreiben, wie jede einzelne Szene war.
Gespannt beobachte ich, wie unsere Darsteller spielen. Das geht den ganzen Tag so.
Bis ich selber vor die Kamera muss. Das macht total Spaß, mit seinen Freunden zu schauspielern. Wir lachen uns total kaputt, als der Stiftebecher auf das Sofa geschleudert wird und die Stifte in alle Richtungen davonfliegen.
Schon bald haben wir alle Szenen abgedreht. Wir nutzen die restliche Zeit dazu, ein Spiel im Garten zu spielen. Dann essen wir was Leckeres, wobei wir Flüsterpost spielen. Das Verrückteste ist, als aus „Entweder Frosch küssen oder Erbse finden“, „Furzkissen sind leicht zu finden“ wird. 😆
Und unsere Cutterin hat eine Überraschung für uns: Sie hat sich die Mühe gemacht und schon ein Stück des Filmes geschnitten!
Sofort rennen wir alle zum Computer um uns den Anfang anzusehen.
„Woah, das sieht ja total cool aus!“, entfährt es mir, als ich sehe, wie echt das wirkt, wenn die Kinder im Film verschwinden.
Und ich bin total froh, dass es so ein schöner Drehtag war. Jetzt freue ich mich auf das Film-Festival und natürlich: Den Film!!!
— Caro

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