Die beste Kamera zum Filmen

Der ideale Nachfolger für die EOS 600D

Unsere Canon EOS 600D kommt in die Jahre und wird irgendwann ersetzt werden müssen. Zwar haben wir für unsere jüngeren Filmemacher gerade eine Sony FDR AX33 zugelegt, aber an die Qualität und Gestaltungsmöglichkeiten der 600D kommt diese nicht heran. Wir brauchen also für die ernsthafteren Kameraleute Ersatz.

Was kommt da in Frage?

EOS 600D Nachfolger - unsere Wünsche

Unsere Vorgaben und Wünsche:

  • Wir machen Videos. Reine Foto-Features spielen für uns fast keine Rolle.
  • Wir möchten einen Schritt nach vorn machen. Die Kamera sollte beim Filmen einen qualitativen Schritt nach vorn machen. In keinem Bereich sollte die Cam einen Rückschritt gegenüber der EOS 600D bedeuten.
  • Wir haben etwas gespart. Wir schauen uns alles bis ca. 2500€ an.
  • Wir möchten unsere Canon-Objektivsammlung weiterverwenden können.

Welche Features sind für uns wichtig oder wünschenswert?

  • Weitwinkelbereich: Unser 11mm-16mm-Objektiv kommt regelmäßig zum Einsatz. Kameras ohne Wechselobjektive müssen sich daran messen. Für noch mehr Weitwinkel wäre Vollformat wünschenswert.

  • Video-Auflösung: Unter 1920×1080 bei 25fps geht gar nichts. Eigentlich wollen wir mindestens 4K bei 25p. Wünschenswert wären 4K bei 50p und höhere fps bei kleineren Auflösungen für Zeitlupenaufnahmen.

  • Lichtempfindlichkeit: Licht ist immer zu wenig und Scheinwerfer sind teuer. Daher ist hohe Lichtempfindlichkeit bei geringem Rauschen wichtig. Auch das spricht wieder für eine Vollformat-Kamera. Bei der Lichtempfindlichkeit orientieren wir uns an den Werten von DxOMark.

  • Video-Qualität: Damit Chroma-Keying und Color-Grading gute Ergebnisse liefern, wären verlustfreie Codes, oder wenigstens verlustbehaftetes 4:2:2 mit 10 Bit Farbauflösung wünschenswert.

  • Display: Klapp- und schwenkbar muss es sein. Touch sollte es haben. Fokus-Peaking ist nahezu ein Muss.

  • Robustheit: Wir filmen oft draußen. Spritzwasser- und Staubschutz wären sehr schön.

  • Video-Features: interne ND-Filter oder Aufzeichnung in log wären nett. Ein hdmi-Anschluss für einen externen Monitor sollte sein. XLR-Eingänge mit Phantomspeisung sind nice-to-have. Ein externes Display über WLAN würde Arbeiten am Kran erleichtern

  • Tiefenschärfe: Wir möchten mit Tiefenschärfe spielen. APS-C oder zur Not ein MFT-Sensor stellt also das Mindestmaß dar. Ein Vollformatsensor wäre wieder wünschenswert.

  • Automatik: Auch im Video-Modus brauchbare Belichtungsprogramme (Blendenautomatik) und Autofokus wären schön

Anmerkungen:

Die Pfeile vergleichen das darauf folgende Feature aus unserer Sicht mit der Canon EOS 600D.
Nicht-EF-Bajonette werden abgewertet, weil sie uns zu einem Objektivwechsel oder einer Konverterlösung zwingen würden.
Bei den Frameraten geben wir vorzugsweise die europäischen PAL-Raten an, also 25 fps, 50 fps usw., weil wir unsere Filme auf DVD brennen möchten.

Als Anhaltspunkt für die Bild-Qualität des Kamera-Sensors orientieren wir uns am DxOMark Overall Score. Die 600D hat dort einen Wert von 65 (mehr ist besser).

EOS 600D Nachfolger: Die Kandidaten

DSLR's mit APS-C-Sensor

Canon EOS 750D / 800D

Die naheliegendste Wahl. Der aktuelle Nachfolger der EOS 600D.

Technische Daten
Sensor: 22,3 x 14,9 mm
Objektive: EF und EF-S
Display: Touch, dreh- und schwenkbar 7,7 cm
Video-Format: u.a. 1920×1080@25fps, 1280×720@50fps.
Maximale Aufnahmelänge: 29 Minuten 59 Sekunden oder 4GB (Bei 4GB wird autom. eine neue Datei angelegt).
Audio-Schnittstellen: Ext. Mikro (Mini-Klinke)
DxOMark Overall Score: 71 (EOS 750D).
Preis im Internet Juni 2017: ca.740€ (EOS 800D) / ca. 555€ (EOS 750D) (beides nur Body)

Fazit: Kaum Vorteile gegenüber der 600D. Immerhin mit Touch-Display, etwas bessere Lichtempfindlichkeit und nach Überschreiten der 4GB-Grenze wird automatisch eine neue Datei angelegt. Im Direktvergleich bevorzugen wir die EOS 750D aufgrund des günstigeren Preises, aber beide Kameras haben für uns keine erkennbaren Vorteile im Vergleich zur EOS M3.

Canon EOS 80D

Eine Klasse höher als die EOS 800D, aber immer noch mit APS-C Sensor

Technische Daten
Sensor: 22,3 x 14,9 mm
Objektive: EF und EF-S
ISO (Video): 100-12.800; erweiterbar auf H: 25.600
Display: Touch, dreh- und schwenkbar 7,7 cm
Video-Format: H.264, u.a. 1920×1080@50fps
Maximale Aufnahmelänge: 29 Minuten 59 Sekunden oder 4GB (Bei 4GB wird autom. eine neue Datei angelegt).
Staub- und Spritzwasserschutz
Audio-Schnittstellen: Ext. Mikro (Mini-Klinke), Kopfhörer
DxOMark Overall Score: 79.
Preis im Internet Mai 2016: ca.1150€ (Nur Body)

Fazit: Für den doppelten Preis der 750D bekommt man ein bisschen mehr ISO, die doppelte Frame-Rate, Spritzwasserschutz und einen etwas besseren DxO-Wert. Das begeistert uns noch nicht.

Canon EOS 7D Mark II

Canon EOS 7D

Canons beste APS-C Kamera.

Technische Daten
Sensor: 22,4 mm x 15,0 mm
Objektive: EF
ISO (Video): 100-16.000 (erweitert: 25.600)
Display: 7,7 cm
Video-Format: u.a. 1920×1080@50fps
Maximale Aufnahmelänge: 29 Minuten 59 Sekunden.
Staub- und Spritzwasserschutz
Schnittstellen: u.a. Ext. Mikro (Mini-Klinke), Mini HDMI, Kopfhörer
DxOMark Overall Score: 70.
Preis im Internet September 2016: ca. 1700€ (Nur Body)

Fazit: Für’s Filmen entdecken wir im Vergleich zur 80D keine Vorteile, die den deutlichen Aufpreis rechtfertigen würden. Daher für uns nicht in der engeren Wahl.

Nikon D7200

 Update: Die D7500 ist inzwischen verfügbar. TBD 

„Nikon oder Canon“ ist ein Glaubenskrieg. Um zu wechseln, müsste Nikon schon besonders gute Argumente liefern.

Technische Daten
Sensor: 23,5 mm x 15,6 mm
Objektive: Nikon-F
ISO: 100-25.600 (bis 102.400 nur monochrom)
Display: 8 cm
Video-Format: u.a. 1920×1080@50p.
Audio-Schnittstellen: Ext. Mikro (Mini-Klinke), Kopfhörer
DxOMark Overall Score: 87.
Preis im Internet Mai 2016: ca. 1050€ (Nur Body)

Fazit: Bietet aus unserer Sicht im Direktvergleich mit der EOS 80D nicht genügend Argumente für einen Systemwechsel.

Vollformatkameras ohne 4K

Canon EOS 6D

Das könnte unser Einstieg ins Vollformat sein.

Technische Daten
Sensor: 36 x 24 mm
Objektive: EF
ISO (Video): 100-12.800
Display: 7,7 cm
Video-Format: u.a. 1920×1080@25fps, 1280×720@50fps.
Maximale Aufnahmelänge: 29 Minuten 59 Sekunden.
Staub- und Spritzwasserschutz
Audio-Schnittstellen: Ext. Mikro (Mini-Klinke)
DxOMark Overall Score: 82.
Preis im Internet Mai 2016: ca. 1400€ (Nur Body)

Fazit: Vollformat, Spritzwasserschutz und bessere Lichtempfindlichkeit. Aber die Video-Specs entsprechen genau der EOS600D. Und kein Hinweis darauf, dass das Display schwenkbar wäre oder Touch unterstützen würde. Auch das überzeugt uns nicht.

Nikon D610

Das günstige Vollformat-Einstiegsmodell von Nikon

Technische Daten
Sensor: 35,9 x 24,0 mm
Objektive: Nikon-F
ISO: 50-25.600
Display: 8 cm
Video-Format: u.a. 1920×1080@25p.
Audio-Schnittstellen: Ext. Mikro (Mini-Klinke), Kopfhörer
DxOMark Overall Score: 94.
Preis im Internet Mai 2016: ca. 1600€ (Nur Body)

Fazit: Nur 1080p bei 25fps und ein unflexibles Display. Sehr hohe Bewertung des Sensors. Aber im Vergleich zur EOS6D trotzdem nicht genug, um uns zu einem Systemwechsel zu überzeugen.

Sony Alpha 7 II

Die günstigste Vollformatkamera von Sony.

Technische Daten
Sensor: 35,8 x 23,9 mm
Objektive: Sony E-Mount
ISO (Video): ISO 50-25600
Display: 7,7 cm mit Peaking, neigbar
Video-Format: u.a. 1920×1080@50fps; XAVC-S, AVCHD, mp4
Audio-Schnittstellen: Ext. Mikro (Mini-Klinke), XLR über Adapter-Kit (599€); Kopfhörer
Autofokus: „Der schnelle Hybrid-AF sorgt jetzt für einen herausragend präzisen Autofokus bei Filmaufnahmen“
DxOMark Overall Score: 90.
Preis im Internet Mai 2016: ca. 1600€ (Nur Body), Canon Objektivadapter 50-100€

Fazit: Das gleiche Phänomen wie bei Canon: Kaum hat die Kamera einen Vollformatsensor, lassen die Video-Specs nach. Immerhin: Full-HD mit der doppelten Bildrate der 600D, Vollformat und höhere ISO-Werte. Und Sony verspricht einen Autofokus, der auch während der Video-Aufnahme vernünftig funktioniert. Der Objektivadapter für 100€ verspricht Autofokus und Blendeneinstellung. Die Kamera ist einen genaueren Blick wert.

Sony Alpha 7s

Sony Alpha 7s

Eine der coolsten Kameras, die wir in letzter Zeit in der Hand hatten, daher wollen wir sie im Auge behalten.

Technische Daten
Sensor: 35,6 mm x 23,8 mm
Objektive: Sony E-Mount
ISO (Video): ISO 50-409.600
Display: 7,5cm, klappbar mit Peaking
Video-Format: u.a. 1920×1080@50fps, 1280×720@120fps; XAVC-S, AVCHD, mp4; 4K nur auf externen Recorder
Schnittstellen: u.a. Ext. Mikro (Mini-Klinke), Kopfhörer, HDMI Mikro
„Äußerst“ staub- und feuchtigkeitsresistent
Autofokus: „Verbesserter schneller Hybrid Autofokus für Action-Aufnahmen“
DxOMark Overall Score: 87.
Preis im Internet September 2016: ca. 2000€ (Nur Body)

Fazit: Der ISO-Bereich ist atemberaubend. Außerdem Vollformat, S-Log2-Gamma. 4K leider nur auf externem Rekorder. Die Kamera ist relativ teuer, und der externe Recorder für 4K sowie der Objektivadapter treiben den Preis für uns weiter in die Höhe.

 (Inoffizielle Gerüchte) 

Canon EOS 6D Mark II

Lange lag unsere größte Hoffnung auf der EOS 6D Mk ii als gerade noch erschwinglicher Einstieg ins Vollformat-Segment. Die letzten Gerüchte deuten jedoch an, dass die Kamera kein 4K unterstützen wird. Eine herbe Enttäuschung bei einem Preis von wohl um die 2000€.

Gerüchte

Fazit:Die offizielle Ankündigung wird für Ende Juni 2017 erwartet. Für uns aufgrund des EF-Mounts eine der naheliegendsten Möglichkeiten, auf Vollformat umzusteigen. Wenn die Kamera 4K mitbringt, gehört sie zu den Favoriten.

Spiegellose Cams mit APS-C oder MFT-Sensor

 Top Candidate 

Canon EOS M3

Eine spiegellose Alternative von Canon.

Technische Daten
Sensor: 22,3 x 14,9 mm mm
Objektive: EF-M, EF und EF-S mit Adapter
ISO (Video): ISO 100-6.400 (25.600 für Foto)
u.a. 1920×1080@25fps; mp4/H.264
Display: 7,5cm, Touch, klappbar, Peaking
Schnittstellen: Ext. Mikro (Mini-Klinke), HDMI Mini
DxOMark Overall Score: 72
Preis im Internet Dezember 2016: ca. 385€ (ohne Objektiv, zzgl. ca. 110€ EF-Objektivadapter)

Fazit: Im direkten Vergleich zur EOS 600D leichte Vorteile: leichter, kleiner, etwas lichtstärker, Touch-Display mit Peaking. Dabei sehr günstig. Bietet sich als platzsparende Zweit-Kamera an oder zur Überbrückung, bis eine erschwingliche Vollformat-Kamera mit 4K erscheint.

Canon EOS M5

 Update: Die M6 ist inzwischen verfügbar. TBD 

Der größere Bruder der M3. Manche sagen, eine EOS 80D ohne Spiegel.

Technische Daten
Sensor: 22,3 x 14,9 mm mm
Objektive: EF-M, EF und EF-S mit Adapter
ISO (Video): ISO 100-6.400 (25.600 für Foto)
u.a. 1920×1080@50fps; mp4/H.264
Display: 8cm, Touch, klappbar, Peaking
Schnittstellen: Ext. Mikro (Mini-Klinke), HDMI Mikro
DxOMark Overall Score: nicht bekannt (Oktober 2016)
Preis im Internet Dezember 2016: ca. 1130€ (Vorbestellung, inkl. EF-Adapter, ohne Objektiv)

Fazit: Im Vergleich zur M3 doppelte Bildrate bei Full-HD und ein etwas größeres Display. Dafür mehr als doppelt so teuer.

 Top Candidate 

Panasonic Lumix GH4

Eine spiegellose Alternative von Panasonic mit 4K.

Technische Daten
Sensor: 17,3 x 13,0 mm
Objektive: Micro-Four-Thirds
ISO (Video): ISO 100-6.400
u.a. 3840×2160@25fps; 1920x1080p@50fps; Container: mov, avchd, mp4; bis zu 200MBit/s
Display: 7,5cm, Touch, frei schwenkbar
Schnittstellen: Ext. Mikro (Mini-Klinke), Kopfhörer, HDMI (Monitor) (4:2:2 10Bit)
Staub- und Spritzwasserschutz
DxOMark Overall Score: 74
Preis im Internet August 2016: ca. 1000€ (Nur Body)

Fazit:Im Vergleich zur EOS600D sehr gute Video-Specs (4K, 4:2:2 mit 10bit), Staub- und Spritzwasserschutz, Touch-Display und bessere Lichtempfindlichkeit. Aber ein Objektivadapter wird benötigt und der Traum vom Vollformat platzt. Der Sensor ist sogar noch eine Spur kleiner als Canons APS-C. Wir würden uns vermutlich für das Kit mit Lumix G Vario F2.8/ 12-35mm entscheiden, das wir im Juni 2017 für ca. 1850€ im Internet sehen. Umgerechnet auf Canons APS-C dürfte das einer Brennweite von 15mm-43mm entsprechen. Damit könnte man für den Anfang gut leben.

 Top Candidate 

Sony Alpha 6300

Sony ist mit seinen spiegellosen Alphas sehr beliebt bei Video-Filmern.

Technische Daten
Sensor: 23,5 x 15,6 mm
Objektive: Sony E-Mount
ISO (Video): ISO 100-25.600
Display: 7,5 cm mit Peaking
Video-Format: u.a. 3840×2160@25fps, 1920×1080@100fps; XAVC-S, AVCHD, mp4
Audio-Schnittstellen: Ext. Mikro (Mini-Klinke), XLR über Adapter-Kit (599€)
Autofokus: „Der schnelle Hybrid-AF sorgt jetzt für einen herausragend präzisen Autofokus bei Filmaufnahmen“
staub- und feuchtigkeitsresistent, nicht wasser- oder spritzwasserfest
DxOMark Overall Score: 85.
Preis im Internet Mai 2016: ca. 1250€ (Nur Body), Canon Objektivadapter 50-100€

Fazit: 4K, hohe Bildraten bei Full-HD, Peaking und die sehr gute Lichtempfindlichkeit stellen einen großen Fortschritt gegenüber der 600D dar. Gegenargumente: Wir wissen, nicht, ob man den Objektivadaptern trauen kann, wir müssten auf den Traum vom Vollformat verzichten, und es gibt Berichte im Internet über Überhitzung dieser Kamera. Trotzdem im Augenblick einer unserer Favoriten.

Weitere Kameras

Blackmagic Pocket

Kamera speziell für Filmaufnahmen in unserem Preisbereich.

Technische Daten
Sensor: 12,48mm x 7,02mm
Objektive: Micro-Four-Thirds
1920x1080p@25 fps, Codecs: Apple ProRes 422 (HQ) + lossless komprimiertes CinemaDNG.
Display: 8,9cm, Fokus Peaking
Audio-Schnittstellen: Ext. Mikro (Mini-Klinke), Kopfhörer
DxOMark Overall Score: nicht bekannt
Preis im Internet Mai 2016: ca. 1000€ (Nur Body), Objektiv-Adapter für Canon zwischen 30 und 800€
(Anmerkung: Bei günstigen Adaptern geht der Autofokus und die automatische Blendeneinstellung verloren.)

Fazit: Die einzige Kamera in unserer Liste, die lossless Video anbietet. Aber kein 4K. Der Sensor ist kleiner als der der EOS 600D und Objektiv-Adapter, die die volle Funktionalität der Objektive unterstützen, sind teuer. Hat für uns im direkten Vergleich zur a6300 oder GH4 das Nachsehen.

Sony FDR-AX100

Das Topmodell unter Sonys „kleinen“ Camcordern zu einem recht stolzen Preis. Eine Alternative zu einer DSLR?

Technische Daten AX 100

Vorteile: XAVC S 4K (100 Mbit/s) in 25p, Full-HD in 50p, 1280×720 bei 100p, 3 Graufilter, dreh- und schwenkbares Touch-Display

Nicht so schön: Der 1-Zoll-Sensor ist deutlich kleiner als der APS-C-Sensor der EOS 600D (aber deutlich größer als der unserer AX 33). Im Weitwinkelbereich nur 18mm (aps-c gerechnet).

Preis im Internet (Juni 2017): ca. 1500€

Fazit: Das ist uns zu viel Geld für einen kleinen Sensor. Für den Fall, dass Tiefenschärfe und Weitwinkel keine Rolle spielt, liegt bei uns auch bereits eine deutlich günstigere AX33 im Regal. Daher kein Kandidat für uns.

Weitere Alternativen: Sonys PXW-X70 oder NEX VG900 bieten etwas mehr Features und Wechselobjektive bei noch einmal deutlich höherem Preis (beide >2500€ im Internet im Juni 2017). Für einen 1-Zoll-Sensor ist uns das alles zu teuer.

Canon EOS C100


Technische Daten EOS C100

Mit der Cinema EOS Reihe wendet sich Canon an Filmemacher. Professionelle Video-Features gepaart mit der Möglichkeit, unsere EF-Objektive weiter zu verwenden, machen diese Kamera grundsätzlich interessant. Leider ist auch die alte C100 kein Schnäppchen (vorgestellt 2012).

Vorteile: Super-35mm Format, „minimierte Rolling Shutter-Effekte“, „kaum Bildrauschen bei ISO 80.000“, Canon Log Gamma, spritzwasserfest, dreh- und schwenkbares Display mit Peaking, Handgriff, 2 XLR-Eingänge, 4 integrierte ND-Filter

Nicht so schön: Hoher Preis, Nur HD, nur 4:2:0, nur 25fps

Preis im Internet (Juni 2017): 2425€

Fazit: Für diesen hohen Preis zu schlechte Video-Specs. Das Versprechen des geringen Bildrauschens können wir nicht überprüfen. Die C100 Mk II liegt noch weiter außerhalb unseres Budgets (im Juni 2017 >4000€). Verliert im direkten Vergleich mit der EOS 6D.

Update: Nachdem uns eine GH5 mit Canon-Adapter im Laden nicht überzeugen konnte, haben wir uns für die C100 DAF entschieden. 4K, 10 Bit Farbe und Zeitlupe sind nun leider nicht drin. Aber die Kamera glänzt mit wunderschöner Bildqualität, hoher Lichtstärke, XLR-Anschlüssen, großem Display und einer phantastischen Handhabung. Rolling Shutter Effekte sind deutlich reduziert. Der Autofokus ist Welten besser als alles, was wir bisher von DSLR’s gesehen haben und absolut praxistauglich. Am liebsten setzen wir sie auf einem Manfrotto Monopod und mit einem NTG-2 ein. Zu Bedenken: Mit aufgesetztem Mikrofongriff passt sie in die allerwenigsten Kamerataschen. Wir haben uns für einen Lowepro Pro Trekker 650 AW entschieden.

 (Inoffizielle Gerüchte) 

Canon Full Frame Mirrorless

Bisher nur wenige Gerüchte: Full-Frame, EF-mount, kein Spiegel, 4K. Könnte im September 2018 kommen.

Gerüchte

Fazit: Da die letzten Gerüchte darauf hindeuten, dass die EOS 6D MkII ohne 4K kommen könnte, bleibt die Hoffnung, dass sich Canon mit dieser spiegellosen Kamera eher an Video-Filmer richten und für bessere Video-Specs sorgen wird. Aber das Vertrauen in Canons Herz für Video-Filmer wäre erschüttert, und bis Ende 2018 ist es noch lang…

Alles in Allem

Für den dreifachen Preis unserer 600D und vier Jahren zusätzlicher Entwicklungszeit hätten wir uns mehr erwartet. Keine der für uns bezahlbaren Kameras bietet 4K und Vollformat in einem Gehäuse. Immerhin haben alle Kandidaten (zum Teil sehr viel) bessere Werte im DxOMark. Uns bleibt wohl nichts weiter übrig, als die gute alte 600D schonend zu behandeln und zu hoffen, dass im kommenden Jahr video-freundlichere Kameras in diesem Preissegment auf den Markt kommen.

Sollte doch kurzfristig eine Neuanschaffung notwendig werden, würde unsere Entscheidung wohl zwischen EOS M3, der GH4 oder der Alpha 6300 fallen.

Falls Ihr interessante Infos habt, die wir übersehen haben, freuen wir uns über einen Kommentar oder eine Email.

Anmerkungen

Die Inhalte dieser Seite sind unsere persönlichen Erfahrungen, Kenntnisse und Einschätzungen. Sie erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder Korrektheit. Insbesondere zu Fragen der Sicherheit bitte immer einen Fachmann zu Rate ziehen. Für Schäden, die aus der Lektüre dieser Seite entstehen können wir keine Haftung übernehmen. Für alle Hinweise und Korrekturen sind wir dankbar.

One Reply to “Die beste Kamera zum Filmen”

  1. Super Liste! Danke für eure ausführliche Recherche und die übersichtliche Veröffentlichung!

Die Kommentare sind geschloßen.