Abgedreht

3-Minüter zum Thema Doping, 2013

Hintergrund

Ihr habt 24 Stunden Zeit, dreht einen Film zum Thema Doping, nicht länger als drei Minuten, und in jeder Szene muss eine Dose Nürnberger Rostbratwürstchen vorkommen.

Das waren die Vorgaben der 24h-Challenge des internationalen Kurzfilmfestivals in Nürnberg. Acht unserer Filmemacher haben sich dieser Herausforderung gestellt und sich zum Wettbewerb angemeldet. Das Ergebnis: „Abgedreht“.

Am Anfang dachte ich, bei der 24h-challenge wird es über 25 Teilnehmer geben. Ich wollte gerne mitmachen, aber nur zum Spaß. Ich hätte nie gedacht, dass wir eine ernsthafte Gewinnchance haben. Doch als ich erfahren habe, dass es nur zwei weitere Teilnehmer geben wird, habe ich mich gefreut und gehofft, dass unser Film richtig gut wird!

Klara

Die Wettbewerber:

  • „Two Shot“ aus Nürnberg/Fürth
  • „Die Elite braucht keinen Filmnamen“ aus Eckental
  • „Dark Knight“ aus Nürnberg

Zum ersten Mal treten wir im Wettbewerb nicht gegen Profis, Semi-Profis und Filmstudenten, sondern gegen andere Schüler an, und malen uns also realistische Chancen auf einen Preis aus.

Immerhin waren bei uns vier Filmemacher der ersten Stunde an Bord, die schon bei den Falschen Freundinnen mitgemacht hatten. Einen Film in 24 Stunden fertig zu drehen war also nichts ganz Neues für sie.

Und: Vom Drehbuch über das „Casting“ bis zur Postproduktion – zum ersten mal wurde alles selbst gemacht. Nur zweimal wurde Hilfe benötigt: Einmal ist der Autofokus der Kamera in einen unbekannten Modus gewechselt und konnte nicht wieder daraus hervorgeholt werden, das andere Mal war ein Fettfleck von der Linse zu entfernen.

Die beste Szene ist auf jeden Fall die, wo Tanja über das Sofa springt und Miriam verprügelt. Das sah so echt aus … Am schwierigsten war, glaube ich, die Namensfindung. Das hat ja fast genauso lang gebraucht wie der Dreh.

Lilly

Die Idee zum Drehbuch entsteht in Facebook. Am 23.Oktober kommt man im Ritterspornstudio zusammen und bespricht das Drehbuch, einige Szenen werden sofort vor Ort zur Probe aufgenommen. Der entstandene Probefilm dient später als Storyboard für den eigentlichen Drehtag. Die Aufgaben werden verteilt und der Bedarf an weiteren Schauspielern beschlossen.

Aber insbesondere fand ich es richtig cool einmal selber den Cast aufstellen zu dürfen. Ich finde wir haben mit unseren Schauspielern eine richtig gute Wahl getroffen.

Tanja

Am 6. Dezember wird das Beweisstück in Nürnberg abgeholt, die Teams werden einander vorgestellt. Drehbeginn wird für den kommenden Tag auf 9:00 festgesetzt. Drehschluss ist gegen 16:00, bis 19:00 wird geschnitten und gerendert.

Als wir mit dem Filmdreh fertig waren, stießen wir darauf an und machten es uns bequem, doch Natalie bemerkte einen Fehler, weswegen wir eine Szene nochmal drehen mussten. … Wir haben drei mal gejubelt dass wir fertig sind und mussten die Szene dann doch nochmal machen.

Sophie und Klara

Um 21:30 wurden die drei eingereichten Werke im Filmhaus Nürnberg präsentiert (Das Team Dark Knight war zwischenzeitlich ausgestiegen). Schließlich konnte sich die Jury (leider) nicht für einen Film entscheiden. Alle drei Filme wurden zu Siegern ernannt und der Nachwuchsförderpreis des Filmbüro Franken gerecht geteilt. Allerdings ließ sich bei allen drei anwesenden Teams eine gewisse Enttäuschung darüber nicht ganz verbergen.

Als verkündet wurde, dass der Preis aufgeteilt wird, habe ich es erst gar nicht richtig geglaubt und wusste gar nicht was ich denken sollte. Doch dann habe ich mich sehr gefreut, denn es ist eine große Motivation weiter zu machen. Nächstes Jahr auf jeden Fall wieder!

Klara

Dauer: 3:00 Minuten
Premiere: 7. Dezember 2013 im Filmhaus Nürnberg

Festivals und Preise

  • Internationales Kurzfilmfestival Die 24 Stunden von Nürnberg
  • Nachwuchsförderpreis des Filmbüro Franken 2013.

Mitwirkende

Besetzung

      Miriam Krause
      Ellen Wagner
      Stefanie
      Klara Decher
      Tanja Heller

Stab

      Klara Decher
      Tanja Heller
      Lilly Bauer
      Natalie Kuhrt
      Sophie Kuhrt

Musik

Handlung

Eine Gruppe junger Nachwuchsfilmer leidet unter Personalknappheit, muss jedoch dringend einen Film fertig stellen. Es wird versucht, durch Verabreichung von körperfremden Substanzen mit dem Ziel der unfairen Leistungssteigerung für den Wettkampf nachzuhelfen. Das darf natürlich allein schon aus pädagogischen Erwägungen nicht gut ausgehen…

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